Fennpfuhlpark Berlin

Projekt: Fennpfuhlpark Berlin-Lichtenberg
Bauherr: Bezirksamt Lichtenberg
Fertigstellung: 2011
Bausumme: 0,3 Mio €
Leistung: LP 1-9

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F E N N P F U H L P A R K   B E R L I N

Ziel der Planung war das Betonen der Besonderheit dieses Ortes. Im städtisch geprägten Raum bietet die weiträumige öffentliche Grünanlage mit Wasserfläche eine Attraktivität, die es galt erlebbar und erkennbar zu machen. Der Park besitzt als große Grünfläche samt altem Baumbestand sowie einer interessanten Geländetopographie mit Höhenunterschieden bis zu 3 m ein großes Erholungspotential, welches durch das Gestaltungskonzept wieder erlebbar gemacht wird. Die Maßnahmen sahen die Neustrukturierung der Parkanlage und Anpassung an die veränderte Nutzung durch den Wegfall der Seeterrassen vor. Sie setzen das vorhandene Potential der Anlage entsprechend in Szene, sodass der Park wieder zur aktiven Naherholung beiträgt und Anziehungspunkt für die Bewohner jeden Alters der Umgebung wird. Die Parkfläche soll als Verbindungsglied zwischen den Einkaufsstraßen im Norden und den umliegenden Wohngebäuden, sowie zur Sporthalle und den Nahverkehrsanbindungen dienen.

Die Gestaltung der öffentlichen Grünanlage ist geprägt durch organisch geschwungene Wege. Die gewählte Struktur und Formgebung der geplanten Wegeverbindungen steht bewusst im Kontrast zu der sehr stringent geometrischen Form der neugestalteten Promenade und der durch Wohnblocks parzellierten Umgebung. Die organisch geschwungenen Wege ermöglichen eine gezielte Einbindung der sich abzeichnenden Laufwege im jetzigen Gelände. Die Formgebung bindet den Fennpfuhl mit ein und verbindet konzeptionell die vorhandenen Wegeverbindungen der anschließenden Grünflächen. Somit stellt sich der Park als geschlossene Einheit dar, der somit auch optisch klar als Ort der Erholung und Freizeit erkennbar ist.

Das neu gestaltete Wegenetz bezieht die schon vorhandenen Kunstobjekte mit ein und gibt diesen den erforderlichen Rahmen. Durch die geplante Auslichtung des Baum- und Strauchbestandes wird die gesamte Parkanlage an Attraktivität gewinnen. Es werden Blickachsen geschaffen, die die Sicht von der Promenade auf die Wasserfläche und Fontäne zulassen.


Weite Ausblicke über die Grünanlagen lassen einen großzügigen Freiraum entstehen. Die neu angelegte Treppenanlage im Norden, öffnet sich als Übergang von der Promenade zum Park hin und verbindet so die beiden Orte. Eine weit hin sichtbare flächige Rosenpflanzung aus dauerblühenden pflegeleichten Sorten bildet den Rahmen für die Stufenanlage und signalisiert Passanten und Besuchern den Übergang zwischen öffentlicher Grünfläche und Promenade.

Die vorhandene Treppenanlage zur Wasserfläche bleibt als ein zentraler Punkt des Geländes erhalten. Die Bepflanzung der angrenzenden Böschung wird entfernt und durch eine Rasenböschung ersetzt, die zukünftig durch Natursteinsitzstufen ergänzt werden kann. Die Treppenanlagen am Wasser und zwischen dem Kaufhaus und der Stadtvilla werden an den Stellen saniert, an denen eine Unfallgefahr besteht, ansonsten bleiben die Treppen erhalten. Eine rollstuhl- und kinderwagen-gerechte Zufahrt ist einerseits vom Kaufhaus, als auch von der Sporthalle und der Stadtvilla möglich. Innerhalb der Parkfläche sind die Platzflächen und Wegeverbindungen hindernisfrei gestaltet, vorhandene Barrieren werden zurückgebaut. Anders als beim Konzept der Parkbalkone bleibt die Böschung im Übergang vom Kaufhaus zum Park erhalten. Hoher Aufwuchs wird teilweise entfernt und Rasenflächen angelegt. Die in der Böschung vorhandenen Schachtbauwerke und Leitungen werden in die Planung integriert und können erhalten bleiben.

Das für die geplanten Fußwege und Treppenanlagen verwendete Material wird in Anlehnung an die bereits neu gestaltete Promenade und die angrenzende Parklandschaft gewählt. Die geplanten Plätze und Fußwege werden sowohl aus Betonpflasterstein als auch mit einer Deckschicht aus Wegegrant befestigt. Für die Konstruktion der neuen Stufenanlage, kommt ein Beton- oder Klinkerstein zum Einsatz, für die Sitzstufen in der Böschung spaltraue Natursteinblöcke wie sie ebenfalls bei der Promenade verwendet wurden.